* seychella's blog ~ Tierpatenschaften *



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[Sib. Tiger] Immer weniger Platz für Tiger

Tiger besiedeln jetzt nur noch 7% ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie unter Mitarbeit des WWF. "Aber es ist nicht zu spät", sagt WWF-Artenschützer Roland Melisch. "Wir haben vier große Tiger-Landschaften mit jeweils mehr als 500 Tieren gefunden und in ganz Asien noch 76 Regionen mit zusammen über 1,1 Millionen Quadratkilometern ausfindig gemacht, in denen Tiger eine echte Zukunft haben - falls alle Interessengruppen mitziehen."

Die vier untersuchten Tiger-Landschaften liegen im russisch-chinesischen fernen Osten, im Terai-Tiefland zwischen Indien und Nepal, im Namdapha-Manas-Wald zwischen Bhutan, Myanmar und Indien sowie in der Tenasserim-Region von Myanmar und Thailand. Neben dem grenzübergreifenden Schutz für die wichtigsten Tigergebiete fordert der WWF unter anderem die Einrichtung von Tiger-Korridoren zur Vernetzung kleiner, isolierter Lebensräume sowie die Ausweitung des Kampfes gegen die Wilderei und den Schmuggel mit Tigerteilen.

Tiger leben noch in 13 Staaten der Erde. Ihre Gesamtzahl wird auf 5000 bis 7000 Tiere geschätzt - rund 95% weniger als noch vor 100 Jahren.


Quelle: WWF-Magazin 4/06
19.5.07 10:19


~ Schneeleopard ~

Beginn: 2001
Von: NABU


In Kirgistan, einem Land mit atemberaubender Landschaft, lebt im Hochgebirge eine der faszinierendsten Großkatzen der Welt. Gejagt wegen seines wunderschönen Felles und seiner Knochen ist der Schneeleopard vom Aussterben bedroht. Weltweit leben nur noch wenige Tausend Tiere in freier Wildbahn.

Der NABU schützt die letzten Schneeleoparden des Landes: Mit Hilfe einer Wildhütertruppe wurden bereits 180 Wilderer zur Strecke gebracht und Hunderte von Fallen, Fellen und Waffen beschlagnahmt. Fünf Schneeleoparden konnten bisher lebend gerettet werden. Drei von ihnen, Bagira, Alcu und Kunak wurden wegen starken Verletzungen im Freigehege des NABU untergebracht. Dort wird ihnen ein Leben in geschützter und naturgerechter Umgebung ermöglicht...
19.5.07 11:51


[Schneeleo] Das Leben im Freigehege

Seit Bestehen des Projektes konnte die Gruppa Bars und seine Mitarbeiter gemeinsam mit den kirgisischen Behörden fünf lebende Schneeleoparden konfiszieren und somit vor Quälerei und Tod retten. Drei der Schneeleoparden befinden sich heute im NABU-Rehabilitationszentrum in Ananevo.

Seitdem die Schneeleoparden im neuen, größeren Freilandgehege leben, können sie ihre natürlichen Verhaltensweisen voll ausleben. Dazu gehört auch ein geregelter Tagesablauf. Im Sommer sind sie in den frühen Morgenstunden aktiv, um sich ab etwa 10 Uhr, wenn die Sonne zu stark scheint, zurückzuziehen. Hierbei nutzen sie das reichlich vorhandene Gebüsch und sind auch zur Mittagszeit mit Futter nicht hervorzulocken. Aktiv werden sie erst wieder, wenn es in den Abendstunden kühler wird. Im Winter lieben sie es sehr, im Schnee zu spielen, sonnen sich aber auch gerne an schneefreien Orten. Wenn die Temperaturen bis zu vier Monate im Jahr konstant unter null liegen, verlagert sich auch der Aktivitätspegel der Tiere entsprechend in die Tagesmitte.

Das Team des Rehabilitationszentrum bemüht sich sehr, den Schneeleoparden einen ihrer Natur ähnlichen Lebensrythmus zu bieten. Dazu zählt auch, dass die Fütterung jeden Tag zu einer anderen Zeit stattfindet, da die Tiere in der freien Natur ebenfalls keine geregelten Futterzeiten hätten. Gefüttert wird ausgewähltes, gesundes Fleisch von Rind, Schaf, Esel, Kaninchen, und Geflügel. Zweimal die Woche wird ein Fastentag eingelegt. Das bekommt den Katzen sehr gut, erhöht ihre Aktivität und ihr Wohlbefinden.

Die Einwohner der Umgebung kennen und schätzen das Rehabilitationszentrum als Abnahmestelle für ihr Fleisch. Insbesondere, wenn sich Vieh Knochen gebrochen oder andere mechanische Verletzungen zugezogen hat, kann Victor Kulagin, Direktor des Zentrums, sehr preiswert Futter für die Schneeleos einkaufen. Als "eiserne Futterreserve" stehen immer zwei bis drei Esel im Rehabilitationszentrum, denn ab und an kommt es vor, dass kein Fleisch bezogen werden kann.

Die beiden Weibchen Bagira und Alcu wurden am 03.05.2002 konfisziert. Wilderer hatten die damals jungen Katzen mit Fallen gefangen und versuchten mehrere Monate lang, sie illegal zu verkaufen. Die Gruppa Bars stellte die Wilderer beim Verkaufsversuch in Karakol nachts um 4 Uhr auf offener Straße. Als Lockgeld mussten 22.000 $ in bar vorgezeigt werden. Die beiden Schneeleopardinnen liegen oft zusammen. Gegenüber Fremden verhalten sie sich jedoch unterschiedlich - Bagira eher zurückhaltend, Alcu neugierig.

Das Männchen Kunak wurde am 24.02.2003 zusammen mit Elsa (später verstorben) konfisziert. Ein kasachischer Wanderzirkus versuchte, sie ausser Landes zu schmuggeln. Er hat sofort Kontakt zu den beiden Weibchen aufgenommen, wobei er aber zu Alcu eine engere Beziehung hat. Gegenüber Fremden verhält er sich sehr reserviert und im Versteck abwartend.


Quelle: Schneeleo-Post Ausgabe Oktober 2005
19.5.07 14:41


[Schneeleo] Dshamilja's Sohn Erkhet nach Helsinki gebracht

In einer dramatischen Rettungsaktion konnte die Gruppa Bars in Kirgistan der damals erst sechs Monate alten Schneeleopardin Dshamilja das Leben retten. Sie wurde mehrere Monate grausam gefangen gehalten und sollte illegal weiterverkauft werden. Im Dezember 2000 konnte Dshamilja dann nach Deutschland ausgeflogen werden und fand im Wildpark Lüneburger Heide eine neue, sichere Heimat unter Artgenossen.

Ein knappes Jahr später zog sie, gut aufgepäppelt, in das neue Gehege des Zoos Zürich um. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) wurde sie dort mit dem Kater Thimphu des schwedischen Zoos "Nordens Ark" zusammen gebracht. Sie verstanden sich auf Anhieb gut, leider verstarb jedoch Kater Thimphu unerwartet an einem Kreislaufkollaps infolge einer Magendrehung. Doch "Nachfolger" Kater Jasiek aus dem polnischen Krakau konnte Dsahmilja ebenfalls als Partnerin gewinnen. Auch wenn es nicht gerade Liebe auf den ersten Blick war, wurden die beiden ein Traumpaar. Am 05.05.2004 gebar das mittlerweile 4-jährige Weibchen ein Junges, den kleinen Erkhet. Erkhet bedeutet mächtig und kräftig. Da sein Name offensichtlich gut zu ihm passt, wurde er am 12.01.2006 per Flugzeug in den Zoo von Helsinki (Finnland) gebracht. Auch dieser Austausch erfolgte im Rahmen des EEP zur Rettung der bedrohten Art Schneeleopard. Zwei Premieren erlebte Erkhet während der Reise: zum einen wurde er Thema und Anschauungsobjekt einer Fernsehsendung über Tiertransporte per Flugzeug, andererseits empfing ihn Helsinki mit sehr winterlichen Temperaturen von -26° Celsius. Da war es für ihn von Vorteil, dass er gut genährt seine Reise antrat.

Dshamilja und ihr Partner Jasiek sind im Himalaya-Gebirge des Zoos Zürich verblieben und geben dort ihrem Namen alle Ehre: noch im März waren sie häufig im Schnee unterwegs, denn davon gab es reichlich. Am Wochenende vom 04. auf den 05.03.2006 fielen bei Zürich über 50 cm Neuschnee! Ein Grund ihrer gehäuften Aktivitäten lag auch in der beginnenden Paarungszeit. Der Zoo hegt jetzt große Hoffnung, das Erkhet bald Geschwister erhält...


Quelle: Schneeleo-Post Ausgabe April 2006
19.5.07 15:02


[Schneeleo] Zu Besuch bei Dshamilja im Zoo Zürich

Zürich hat derzeit eine der schönsten Schneeleoparden-Anlagen der gesamten Zoowelt. Geleitet von buddhistischen Gebetsfahnen, betritt der Besucher auf steinigem Weg, zwischen wilden Felsen, den Lebensraum des Irbis. Die 1.000 Quadratkilometer große Anlage bringt dem Besucher die Welt des Schneeleoparden näher: Fels, Steinbrocken, Sand; wenige Legföhren, Himalayabirken und Rhododendren unterstützen das Bild des von rauem Klima geprägten Hochlandes. Drei Gehegeeinblicke lassen das Gefühl aufkommen, man stehe selbst im Lebensraum der Katzen!

Hier lebt seit 2001 Dshamilja, die von der Gruppa Bars in Kirgisien gerettet wurde. Die nun 6-jährige Schneeleopardin wurder am 08.07.2006 zum zweiten Mal Mutter. Es macht viel Freude zu sehen, wie liebevoll Dshamilja sich um ihr kleines Mädchen Gul'cha kümmert. Aber die verstümmelte rechte Hinterpfote, die Dshamilja bei jeder Bewegung stark hinken lässt, erinnert immer wieder an die Grausamkeit der Menschen und an die vielen Gefahren, die dieses wunderschöne Geschöpf bedrohen...


Quelle: Schneeleo-Post Ausgabe April 2007
19.5.07 15:16


~ Braunbär ~

Beginn: 2007
Von: Euronatur


In den meisten europäischen Ländern ist es um die Bären nicht gut bestellt. Einst lebten sie überall dort, wo es Wald gab - und das war in fast ganz Europa. Durch die Rodung des Waldes wurden die Tiere immer weiter zurückgedrängt. Schon im Mittelalter war der Lebensraum der Bären auf die schwer zugänglichen und noch waldreichen Gebirge beschränkt, aber auch dort wurden sie bald gnadenlos verfolgt.

Dabei sind Braunbären in der Regel scheu. Sie gehen Menschen aus dem Wege, meist lange bevor diese ihre Anwesenheit ahnen. Vor allem Bärinnen mit Jungen sind sehr wachsam. Die besten europäischen Bärengebiete sind steile, oft felsendurchsetzte Wälder; hierher verirren sich Menschen nur selten. Im Nationalpark der Abruzzen, südlich von Rom, leben etwa 70 Bären. Noch nie sind dort Menschen von Bären angefallen worden. Auch nicht in den spanischen Bärengebieten in Kantabrien und Asturien, wo man ebenfalls noch mit insgesamt 100 bis 120 Bären rechnet.

Die letzten Bären und ihre Lebensräume zu bewahren ist das Ziel der Euronatur-Initiative "Bärenschutz in Europa". Vor allem geht es darum, die wenigen überlebensfähigen und intakten Populationen wirkungsvoll zu schützen und den genetischen Austausch unter den vereinzelt lebenden Gruppen durch die Sicherung der Bärenwanderwege zu ermöglichen. Außerdem sollen Braunbären auch wieder in andere "bärentaugliche" Bergwälder zurückkehren dürfen. Wir bereiten ihnen den Weg, indem wir Problembereiche und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen sowie die Akzeptanz für die Anwesenheit von Bären bei Behörden und Bevölkerung fördern. Dies ist umso nötiger, je länger ein Gebiet "bärenfrei" war.



Verbreitung in Europa

Bären wandern weit und halten sich dabei nicht an Landesgrenzen. Deshalb handelt es sich bei allen Angaben um grobe Richtwerte. Stand: August 2006.

Albanien: 250
Bulgarien: 700
Finnland: 450-600
Frankreich: 10-20
Griechenland: 110-130
Italien: 50-60
Kroatien: 600-800
Mazedonien: 90
Norwegen: 30
Österreich: 12-20
Polen: 80
Rumänien: 5500
Schweden: 1000
Slowakei: 700
Slowenien: 500-800
Spanien: 150
19.5.07 15:29





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