* seychella's blog ~ Tierpatenschaften *



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[Schneeleo] Das Leben im Freigehege

Seit Bestehen des Projektes konnte die Gruppa Bars und seine Mitarbeiter gemeinsam mit den kirgisischen Behörden fünf lebende Schneeleoparden konfiszieren und somit vor Quälerei und Tod retten. Drei der Schneeleoparden befinden sich heute im NABU-Rehabilitationszentrum in Ananevo.

Seitdem die Schneeleoparden im neuen, größeren Freilandgehege leben, können sie ihre natürlichen Verhaltensweisen voll ausleben. Dazu gehört auch ein geregelter Tagesablauf. Im Sommer sind sie in den frühen Morgenstunden aktiv, um sich ab etwa 10 Uhr, wenn die Sonne zu stark scheint, zurückzuziehen. Hierbei nutzen sie das reichlich vorhandene Gebüsch und sind auch zur Mittagszeit mit Futter nicht hervorzulocken. Aktiv werden sie erst wieder, wenn es in den Abendstunden kühler wird. Im Winter lieben sie es sehr, im Schnee zu spielen, sonnen sich aber auch gerne an schneefreien Orten. Wenn die Temperaturen bis zu vier Monate im Jahr konstant unter null liegen, verlagert sich auch der Aktivitätspegel der Tiere entsprechend in die Tagesmitte.

Das Team des Rehabilitationszentrum bemüht sich sehr, den Schneeleoparden einen ihrer Natur ähnlichen Lebensrythmus zu bieten. Dazu zählt auch, dass die Fütterung jeden Tag zu einer anderen Zeit stattfindet, da die Tiere in der freien Natur ebenfalls keine geregelten Futterzeiten hätten. Gefüttert wird ausgewähltes, gesundes Fleisch von Rind, Schaf, Esel, Kaninchen, und Geflügel. Zweimal die Woche wird ein Fastentag eingelegt. Das bekommt den Katzen sehr gut, erhöht ihre Aktivität und ihr Wohlbefinden.

Die Einwohner der Umgebung kennen und schätzen das Rehabilitationszentrum als Abnahmestelle für ihr Fleisch. Insbesondere, wenn sich Vieh Knochen gebrochen oder andere mechanische Verletzungen zugezogen hat, kann Victor Kulagin, Direktor des Zentrums, sehr preiswert Futter für die Schneeleos einkaufen. Als "eiserne Futterreserve" stehen immer zwei bis drei Esel im Rehabilitationszentrum, denn ab und an kommt es vor, dass kein Fleisch bezogen werden kann.

Die beiden Weibchen Bagira und Alcu wurden am 03.05.2002 konfisziert. Wilderer hatten die damals jungen Katzen mit Fallen gefangen und versuchten mehrere Monate lang, sie illegal zu verkaufen. Die Gruppa Bars stellte die Wilderer beim Verkaufsversuch in Karakol nachts um 4 Uhr auf offener Straße. Als Lockgeld mussten 22.000 $ in bar vorgezeigt werden. Die beiden Schneeleopardinnen liegen oft zusammen. Gegenüber Fremden verhalten sie sich jedoch unterschiedlich - Bagira eher zurückhaltend, Alcu neugierig.

Das Männchen Kunak wurde am 24.02.2003 zusammen mit Elsa (später verstorben) konfisziert. Ein kasachischer Wanderzirkus versuchte, sie ausser Landes zu schmuggeln. Er hat sofort Kontakt zu den beiden Weibchen aufgenommen, wobei er aber zu Alcu eine engere Beziehung hat. Gegenüber Fremden verhält er sich sehr reserviert und im Versteck abwartend.


Quelle: Schneeleo-Post Ausgabe Oktober 2005
19.5.07 14:41
 


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