* seychella's blog ~ Tierpatenschaften *



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~ Sibirischer Tiger ~

Beginn: 2006
Von:WWF


Der Tiger (Panthera tigris) gehört zu den beeindruckendsten Tieren dieser Erde. Sein Überleben ist bedroht. Seit 1900 sank sein Bestand durch Lebensraumverlust und Wilderei um mehr als 95%. Drei von acht ehemals existierenden Unterarten starben in den letzten 50 Jahren aus.

Während Trophäenjagd, Lebensraumverlust und Nachfrage nach dem Fell bis weit in die 80er Jahre hinein hauptverantwortlich für den starken Rückgang der Tigerpopulationen waren, werden die Tiere heute hauptsächlich aus zwei Gründen getötet. Zum einen die illegale Verwendung in der Traditionellen Ostasiatischen Medizin, die Knochen und andere Körperteile der Tiger verwendet, und zum anderen wegen der potenziellen Gefährlichkeit der Tiger für Mensch und Haustier.

Dies ist leider ein lukratives Geschäft für illegale Händler und Mittelsmänner, das den einheimischen Jägern in den Herkunftsländern meist unwiderstehliche Anreize zur Wilderei bietet. Des Weiteren werden Tiger oft bei der Jagdausübung und beim so genannten Schutz von Heim- und Nutztieren getötet. Schuld daran ist die mangelhafte Aufklärung der ländlichen Bevölkerung, vor allem der Jägerschaft.

Besonders bedrohlich ist die Situation für den Amur Tiger (Panthera tigris altaica), der auch Sibirischer Tiger genannt wird. 1990 wurde der Tigerbestand auf knapp 400 Tiere geschätzt, 1994 begann dann die Arbeit des WWF im Projektgebiet. Die letzte Bestandserfassung im Winter 2003 ist eine Ermutigung zum Weitermachen: 450 Tiger im Gebiet, und die Population scheint stabil zu sein.

Nur der ferne Osten Russlands bietet dieser größten Tigerunterart noch einen zusammenhängenden, zum großen Teil intakten Lebensraum von 160.000 Quadratkilometern. Im Norden wird dieser durch den Fluss Amur, im Süden durch die Grenze zu Nordkorea, im Westen durch den Fluss Ussuri und im Osten durch das Japanische Meer begrenzt. Dieses Verbreitungsgebiet der letzten Amurtiger weist zudem eine für Russland einzigartige Artenvielfalt auf. Seit der politischen Öffnung Russlands mit den immer größer werdenden wirtschaftlichen Problemen des Landes ist dieser einzigartige Lebensraum zunehmend von ausländischen Holzkonzernen und anderen Investoren bedroht. Diese sind nur an der schnellen Ausbeutung der reichhaltigen Ressourcen interessiert.

Der WWF konzentriert sich aufgrund dieser akuten Bedrohung auf die Sicherung der Bestände des Sibirischen Tigers und dessen Lebensraums. Das Projekt sichert auf diese Weise auch andere gefährdete Arten, z. B. Moschustiere, Riesen-Fischuhus, den Fernöstlichen Ginseng und Amur-Störe.
20.8.06 15:09
 


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