* seychella's blog ~ Tierpatenschaften *



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~ Luchs

[Luchs] Sorge um den Balkan-Luchs

Ob der Balkanluchs eine eigene Art ist oder eine Unterart von Lynx lynx, dem Eurasischen Luchs, ist bisher nicht einwandfrei bewiesen. In jedem Fall aber handelt es sich um eine autochthone Population, d.h. eine nicht durch Wiederansiedelung von Tieren aus anderen Gegenden entstandene. Und dies ist das ganz Besondere, denn fast alle anderen heutigen Luchsvorkommen in Europa stammen vom Karpatenluchs (Lynx lynx carpathicus) ab, der früher westlich des Karpatenbogens nicht vorkam.

Mit deutlich unter 100 Tieren gehört die Luchspopulation auf dem Balkan somit zu den gefährdetsten ursprünglichen Luchspopulationen unseres Kontinents. Ihr weiterer Rückgang und baldiges Erlöschen wäre zu erwarten ohne die gezielten Schutzmaßnahmen, die Euronatur im Rahmen ihrer Projektarbeit eingeleitet hat.

Zwar gilt der Balkan-Luchs in seinen heutigen Habitaten als geschützte Art. Doch gezielte Schutzmaßnahmen wurden von den betreffenden Ländern bislang nicht durchgeführt und selbst in Schutzgebieten gibt es kaum Kontrollen gegen Wilderei. So nimmt die Zahl der Beutetiere ab und die Erosion sowie andere Schädigungen der Lebensräume verschlechtern die Situation der Großkatzen weiter. Deshalb ist unsere Hilfe dringend nötig.
29.1.07 21:31


[Luchs] Ausblick im Projektbericht 2005 - 2006

In den gebirgigen Grenzregionen zwischen Albanien, Mazedonien, Montenegro und Kosovo arbeitet Euronatur für grenzüberschreitende Schutzgebiete, um die Kernhabitate der Luchse zu sichern.

Besonderes Augenmerk gilt den Wanderkorridoren zwischen den künftigen Schutzgebieten, damit die kleine Luchspopulation nicht in isolierte Gruppen zerfällt.

In Albanien und Mazedonien werden Nachwuchswissenschaftler auf allen Gebieten des Luchsmonitorings und des Schutzgebietsmanagements geschult.

Im Verbreitungsgebiet des Pardelluchses werden die spanischen Partner von Euronatur bei der Habitatbetreuung und -pflege in privaten Schutzgebieten unterstützt.

Intensive Arbeit in Spanien im agrarpolitischen Bereich, weil die Landnutzung mit Gewächshäusern und Bewässerungskulturen dem Pardelluchs keine Chance lässt.
29.1.07 21:12


[Luchs] Ausblick im Projektbericht 2002 - 2004

Erarbeitung privater Schutzgebiete in Spanien. Verbesserung der Pardelluchshabitate, notfalls Pachtung der Jagdrechte. Durch Zusatzfütterungen die Abwanderung aufgrund Nahrungsmangel aus sicheren Habitaten verhindern.

Verbesserung der Wandermöglichkeiten im Ostpolnischen Grenzgebiet.

Unterstützung der Behörden bei Planung und Aufbau von Schutzgebieten im Bereich vom dinarischen Karst bis in die Länder des südlichen Balkans. Einsatz für die Schaffung von sicheren Wanderkorridoren, damit isolierte Luchspopulationen wieder Anschluss an ihre Artgenossen finden. Beratung und Unterstützung der aktiven Luchsschützer.

Förderung der Einführung eines landesweiten Großraubtiermonitorings in Kroatien zum besseren Schutz der Luchse. Durchsetzung von Grünbrücken an neuen Autostraßen.

Unterstützung von Rangereinsätzen und Maßnahmen für Habitatverbesserungen und gegen die Erosion in den Gebirgswäldern der Prespa-Region in Mazedonien/Albanien.
20.11.06 15:16


~ Luchs ~

Beginn: Februar 2000
Von: Euronatur


Wegen ihres wundervoll kuscheligen und herrlich gezeichneten Fells wurden Luchse schon immer stark bejagt. Doch seit dem 18. Jahrhundert ist ein wahrer Vernichtungskrieg im Gange. Ein Tier, das Rehe und Hasen jagt und ab und zu ein unbewachtes Schaf holt, wollte und will man noch heute in manchen Regionen nicht dulden. Hinzu kommt der fortschreitende Lebensraumverlust durch Zerstörung intakter Waldgebiete, der dem Luchs wie vielen anderen Wildtieren die Lebensgrundlage entzieht.

Zwar ist es in den letzten Jahren gelungen, in einigen Regionen wieder Luchse anzusiedeln, doch ist auch dort fast überall die Existenzberechtigung der scheuen Großkatze noch umstritten. Ein weiteres Risiko für die neuen Populationen ist deren Isolierung. Selbst wenn sich der fehlende genetische Austausch weniger gravierend als bisher angenommen auswirken sollte, bleibt die Gefahr des Erlöschens einer Population, wenn eine Zuwanderung aus benachbarten Gebieten nicht möglich ist.


Stationen der Ausrottung

1770 bei Kaltenbronn wird der letzte Luchs des Schwarzwalds erlegt.
1796 im Thüringer Wald wird der letzte Luchs geschossen.
1818 ereilt den Luchs das gleiche Schicksal im Harz.
1846 auf der Schwäbischen Alb bei der Ruine Reußenstein wird der letzte Luchs Württembergs geschossen.
1872 der letzte Luchs in Tirol wird erlegt.
1892 seither ist auch die Steiermark "luchsfrei".
um 1900 keine Luchse mehr in den Meeralpen (Seealpen) und der Schweiz.
19.8.06 18:34





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